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Die gute Stube
Der schönste Schnickschnack aus aller Welt.
Seit ungefähr 1600 transportieren Schiffsführer aus Hindeloopen Frachten Amsterdamer und Zaanländer Reedereien hin und her nach Skandinavien und in Länder an der Ostsee. Sie sind darum regelmäßig in Amsterdam und kaufen dort gerne Sachen aus fernen Ländern, die von Ostindienfahrern mitgebracht werden: chinesisches und japanisches Porzellan, den bedruckten Baumwollstoff Zitze (Chintz) und Luxusgüter. Viele davon bekommen einen Platz in der guten Stube, dem Prunkzimmer, das es in jedem gut situierten Haushalt in Hindeloopen gibt. Ende des 18. Jahrhunderts verschwinden mit der Wohlfahrt die Prunkzimmer. Aber um 1850 lebt das Interesse wieder auf. 1889 wird das „Hindelooper Zimmer“ auf der Pariser Weltausstellung als die Visitenkarte der niederländischen Identität stolz zur Schau gestellt.
Hier im Jahr 1923 rekonstruiert. Interieur: 18. Jh.