Bienenarten

Der Bienenstall stammt aus Gemert. Außer den Bienen, die als Volk in einem Kasten leben, gibt es im Museum auch noch wilde Bienen.

 

Pelzbiene (Anthophora plumipes)

Pelzbienen ist eine solitär lebende Biene, die von Natur aus in Steilwänden aus Lehm, Löss oder Mergel nistet. Auch die Mauer unseres Limburger Bauernhauses aus Mergelgestein und Lehm wird von dieser Biene als eine geeignete Steilwand betrachtet. Diese Bienenart fliegt von Ende Februar bis Mai um das Bauernhaus aus Krawinkel.

 

Ölkäfer (Sitaris muralis)

Der äußerst seltene Ölkäfer bracht die Pelzbiene, um sich fortpflanzen zu können. Die Käferlarve kriecht im Frühjahr auf eine ausfliegende Drohne. Beim Paaren der Bienen – in der Luft – steigt die Larven auf das Bienenweibchen um. Sie lässt sich zum Nistplatz der Biene mitnehmen und ernährt sich dort von der Brut und dem Nahrungsvorrat der Pelzbiene. Im August kann man die Ölkäfer beobachten, denn dann sind sie erwachsen und paaren sie sich. Das Käferweibchen legt ihre Eier in der Nähe eines Pelzbienennestes ab. Im darauffolgenden Frühjahr beginnt der Kreislauf wieder von vorn.

 

Es ist überraschend, dass diese Kombination aus Insekten in einer Mauer, die man vor allem aus dem Lehmbaugebiet von Limburg kennt, seit 2011 in unserem Bauernhaus aus Krawinkel nistet.