KräutergartenKräutergartenDer Kräutergarten wurde 1927 angelegt. Überall stehen Schilder, so dass Sie sofort sehen vor welcher Pflanze Sie stehen, und wofür sie früher diente. Wollen Sie mehr wissen, dann hilft Ihnen der Kräutergartenmeister gern weiter. Für Blinde und Sehbehinderte befindet sich beim Kräutertrockenhäuschen ein Kasten mit Pflanzen, die man betasten kann, auf den dazugehörigen Schildern stehen in Brailleschrift die Namen der Pflanzen.Der Kräutergarten umfasst fünf Abteilungen. 1. Farbpflanzengarten Für das Färben von Stoffen benutzte man früher allerlei Pflanzen. Zum Beispiel Indigo für die Farbe Blau und Färberröte für die Farbe Rot. Ringelblume lieferte das Gelb, um allerlei Lebensmittel zu färben und die Karmesinbeere diente dazu, den Wein rot zu färben. Der Farbpflanzengarten ist nach den verschiedenen Farben eingeteilt. 2. Küchenkräutergarten Im Küchenkräutergarten stehen Kräuter und Gemüsesorten, die man bereits im Mittelalter häufig bei der Zubereitung von Nahrung verwendete. Vom 17. Jahrhundert an bekamen diese Kräuter Konkurrenz von den schärferen Kräutern aus Fernost. 3. Zauberpflanzengarten Zauberpflanzen sind Pflanzen, denen man magische Kräfte zuerkannte, die Unheil und böse Geister abwehren oder gerade umgekehrt Glück bringen sollten. Den Holunder zum Beispiel pflanzte man häufig neben die Hintertür, um böse Kräfte abzuwehren. Und man glaubte, wer sich mit Hexensalbe einschmierte, wäre in der Lage zu fliegen. 4. Klostergarten Dieser Garten wurde anhand eines Gedichts eingerichtet, das Abt Walafried vom Kloster Reichenau, einer Insel im Bodensee, im Jahre 840 geschrieben hat. Das Gedicht „Hortulus", ist das älteste Gartengedicht der westeuropäischen Kultur und wurde unlängst im Auftrage des Freilichtmuseums zum ersten Mal aus dem Lateinischen ins Niederländische übersetzt und in Buchform herausgegeben. 5. Heilkräuter Dieser Heilkräutergarten ist in 27 (!) Gruppen unterteilt, und zwar nach der Heilwirkung der Kräuter in Bezug auf das Krankheitsbild. So gibt es Heilkräuter, die bei Rheuma und Fettsucht helfen, doch auch für „Frauenleiden". Diverse Pflanzen kommen deshalb in mehreren Gruppen vor. Noch immer liefern Kräuter die Rohstoffe für ca. 25% unserer Medikamente. Die Erforschung neuer Heilpflanzen findet weltweit im großen Umfang statt. |
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