Wegen Bewohnung geschlossen  Nederlands Openluchtmuseum, Arnhem

Evakuierung 1944

Wegen Bewohnung geschlossen

Am 17. September 1944 bildete die Operation 'Market Garden' den Anfang heftiger Kampfhandlungen in Arnheim und Oosterbeek. Am 24. September erteilte die deutsche Besatzung der Bevölkerung von Arnheim den Befehl, die Stadt zu räumen.

Um die 600 Arnheimer wählten das Freilichtmuseum als vorübergehenden Aufenthaltsort. Das Museum war völlig überfüllt. Sogar ein so primitives Gebäude wie die Plaggenhütte war bewohnt. Das Marker Fischerhaus wurde zum Laden und ein Teil des Kaufmannshauses zum Krankenhaus. Es war gefährlich dort, so nah an der Front. Einer der Evakuierten wurde bei einem Granateinschlag tödlich getroffen und am 3. November wurde der Widerstandskämpfer Anton Zwiers während einer Razzia erschossen.

In der Delfter Mühle – damals der Aufenthaltsort dreier Widerstandskämpfer – sehen Sie eine audiovisuelle Dauerausstellung über die Evakuierung. Einzigartiges historisches Fotomaterial und Bruchstücke aus dem Tagebuch der Ehefrau des stellvertretenden Direktors des Museums erzählen die Geschichte einer ereignisreichen Periode, in der das Museum des alltäglichen Lebens eine entscheidende Rolle in der Geschichte von Arnheim und im alltäglichen Leben von 600 Evakuierten aus den Stadtvierteln Alteveer und Geitenkamp spielte.