Lebertran

Wir befinden uns schon wieder einige Zeit in den Monaten mit R, was bis 1970 bedeutete, dass alle Kinder Lebertran bekamen. Warum? Das erklären wir hier in dieser Präsentation. Der Ausgangspunkt war, dass Öl aus Kabeljau- und Schellfischleber sich positiv auf das Wachstum von Kindern, ihren Widerstand, ihre Haut, Augen, Knochen und Zähne auswirkte. Dieser positive Effekt wird unter anderem durch Vitamin A und D erzeugt. Die Einnahme von Lebertran wird seit ungefähr 1850 empfohlen.

Die Schule ist voll

Die ehemalige Beischule aus Lhee ist ein Bespiel dafür, wie Schulgebäude um 1800 aussahen. Der Überlieferung zufolge war die Schule im Winter „proppenvoll“ und mussten die Kinder gruppenweise abwechselnd stehen, damit die übrigen Kinder schreiben konnten. Der Schulmeister nagelte Bretter an den Schulbänken fest, um mehr Sitzplätze oder Tischfläche zu schaffen. Dadurch konnte er sich selbst kaum umdrehen, wenn er durch die Klasse lief. Außerdem war es viel zu dunkel. 

 

Stricken für Soldaten

Am 31. Juli 1914 werden alle niederländischen Soldaten aufgerufen, sich unverzüglich zu ihrer Garnison zu begeben. Auch in Zeist lagerten Soldaten. Schon in der erste Woche wurde bemerkt, dass die Ausrüstung der Soldaten unzureichend war, denn jeder Soldat hatte nur ein Paar Socken und zu wenig Unterwäsche. Darum rief das Damekomitee am 5. August die Frauen und Mädchen von Zeist dazu auf, Socken zu stricken. 

 

Girlanden und Laternen

Auf den Eisfesten, die um 1900 üblich waren, wurde die Eisbahn natürlich schön beleuchtet und geschmückt. Talglichter, Fackeln, Brandfässer en vor allem Laternen ließen die Bahn so hell wie bei Tageslicht erscheinen. Bei reichen Eisclubs sorgten „elektrisches Licht“, Magnesiumlicht oder Paraffinbrenner für die richtige Atmosphäre. Außerdem wurden Fahnen und Girlanden – Ketten aus kleinen Wimpeln – zur Dekoration aufgehängt. 

 

Keine Feier ohne Musik. Darum gab es auf dem Eis auch Blaskapellen oder Orgeln und manchmal sogar einen Geiger auf Schlittschuhen. 

Winterprobleme

Das Winterwetter im Januar 1963, Februar 1979, März und November 2005 und Januar 2013 – wer damals im Auto saß, weiß es noch genau: Dagegen war kein Kraut gewachsen. Man musste sein Auto von einer fast meterdicken Schicht Schnee befreien. Oder man strandete mit dem Auto und stand 8 Stunden lang irgendwo auf dem Lande im Dunkeln still oder verbrachte die schlimmste Stoßzeit aller Zeiten im Stau mit einer Länge von über 1000 km. Schwache Batterien gaben natürlich genau an solchen Tagen den Geist auf. Die Handbremse war festgefroren oder das Schloss in der Autotür war vereist.

Winter in der Plaggenhütte

Wie kalt war es wohl 1890 im strengen Winter in der Plaggenhütte? Das muss man sich einmal vorstellen. Mehrere Kinder und arme Erwachsene gefroren damals nämlich in ihrer „armseligen Wohnung“ in ihrer Wiege oder ihrem Bett zu Tode. Darunter befanden sich angeblich auch zwei Kinder aus Havelte, „wegen Mangel an Deckung“. Sie hatten keine Bettdecken, denn die konnten arme Leute sich nicht leisten. An vielen Orten wurden Brennstoff, Lebensmittel, Kleidung und Decken für sie gesammelt. 

 

Molukker im Niederländischen Winter

Molukker, die in die Niederlande zogen, wurden von ihrer Familie auf den Molukken mit Vögeln in einem Käfig verglichen. Weil es in den Niederlanden so kalt war, spielte sich ihr Leben viel mehr drinnen ab und mussten sie sich an die Kälte gewöhnen, was ihnen nicht leicht fiel. 1951 bekamen die Männer, die auf dem Weg in die Niederlande waren, in Port Said einen warmen Soldaten-Wintermantel. Die Frauen und Kinder bekamen einen dunkelblauen Trainingsanzug mit einer Hose gegen die Kälte. Das war etwas ganz Neues für sie.

Chinarestaurant Asien

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Anzahl an Chinarestaurants in den Niederlanden sprunghaft an. Ihr Erfolg lag darin, dass der Koch die Gerichte auf der Speisekarte dem niederländischen Geschmack angepasst hatte. Darum fanden die Gäste das Essen einfach herrlich. 

 

Obdachlosenschlafplatz in Amsterdam

Ein paar Stücke Pappe auf der Erde als Isolierschicht, eine warme Jacke und ein Schlafsack. Aus diesen Bestandteilen richten Chahid und Peter sich am Abend auch im Winter einen Schlafplatz ein. Sie schlafen lieber draußen als in einer Notunterkunft. Dort gibt es immer wieder Streit, kann man sich mit Krankheiten wie Tuberkulose anstecken oder Ungeziefer einfangen. Auch Alkoholiker und psychisch Gestörte versuchen sie möglichst zu vermeiden. 

 

Fotomoment: Wintersport

In den 80er Jahren konnte jeder es sich leisten, in den Wintersport zu fahren.

 

Vor und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg war Wintersport etwas für die Elite, wurde aber später allmählich für das ganze Volk zugänglich. Ab Ende der 60er Jahre, als die meisten sich auch ein Auto leisten konnten, geriet der Wintersport immer mehr in Schwang.

 

Die Assoziation mit Sonne, Schnee, Sportlichkeit und Kinderspaß machten ihn zu einer angenehmen Art, den Urlaub zu verbringen.