Pferde

Die heutigen Pferde stammen vom Wildpferd ab. In einigen Zoos gib es Pferde, die diesem sehr ähnlich sind, die so genannten Przewalski-Pferde. Vor ungefähr 5.500 begannen Menschen, Wildpferde zu zähmen. Zuerst wurden sie vor allem ihres Fleisches wegen gehalten, aber später entdeckte man, dass Pferde ausgezeichnete Zugtiere sind. Noch später begann man, Pferde als Reittiere zu verwenden. Es dauerte nicht lange, bis man sich die Geschwindigkeit und das imposante Äußere der Pferde im Krieg zunutze machte.

 

Pferde wurden immer öfter nach Eigenschaften selektiert. Der eine wollte große, schnelle Pferde, ein anderer ein robustes Zugpferd und wieder ein anderer ein feuriges Schlachtross. So entstanden verschiedene Arten von Pferden. Von Einfluss war dabei auch, dass Pferde sich an ihre Umgebung anpassten.

 

In den Niederlanden wurden Pferde hauptsächlich in der Landwirtschaft genutzt. Man konnte an den verschiedenen Arten erkennen, ob sie schwere Lehmböden oder leichtere Sandböden bearbeiten mussten. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden in mehreren Regionen der Niederlande verschiedene Pferde für die Landwirtschaft gezüchtet – in Friesland, Groningen, Zeeland und Gelderland gab es robuste Arbeitspferde mit mehr oder weniger rassentypischen Merkmalen. Nach der Einführung von Landbaumaschinen wurde das Pferd als Zugpferd nicht mehr gebraucht. Dadurch hat sich die Anzahl an Zugpferden drastisch reduziert.

 

Im Holland Erlebnismuseum leben zwei Pferde: Tinus, ein Gelderländer, und Omar, ein Groninger.