Schafe

Das Hausschaf stammt vom Wildschaf ab. Wildschafe kommen in verschiedenen Varianten in einem Gebiet vor, dass sich vom Nahen Osten bis nach Asien und weiter bis in den Osten Nordamerikas erstreckt. Vom Nahen Osten aus hat sich das Hausschaf nach und nach über große Teile der Welt verbreitet. In den Niederlanden begann man um 5.000 v. Chr., Schafe zu halten. Diese Schafe sahen möglicherweise ungefähr wie die heutigen (gehörnten) Drenther Heideschafe aus.

 

Aus dieser Art von Schafen entstand im Laufe der Jahrhunderte sowohl durch natürliche Selektion (Anpassung an unterschiedliche Umgebungsbedingungen wie Bodentyp und Klima) als auch durch menschliche Selektion (Zucht) eine Anzahl verschiedener Rassen. Die niederländischen Schafsrassen werden aufgrund ihrer Nutzung und der Umgebung, in der sie leben, in Heideschafe, die auf nährstoffarmen Böden entstanden sind, und Weideschafe, die sich auf nährstoffreicheren Böden entwickelt haben, unterteilt.

 

Heideschafe

Im 19. Jahrhundert zogen große Herden Heideschafe durch ausgedehnte ungezähmte Gelände. Der Hauptgrund dafür war, dass die Tiere Mist produzierten. Tagsüber fraßen die Tiere von der Vegetation, nachts standen sie im Stall, wo sie dann auch misteten. Dieser Mist wurde von den Hirten mit Heideplaggen vermischt und danach auf den mageren Äckern ausgestreut. Mit der Erfindung von Kunstdünger wurden die Heideschafe überflüssig. Ihre Anzahl lief rapide zurück, sodass sie heute mit Aussterben bedroht sind.

 

Im Museum befinden sich an verschiedenen Orten die folgenden Heideschafe: Schoonebeeker Heideschaf, Veluws Heideschaf und Drenther Heideschaf.