Boeldag

„Boeldag“ ist ein nordniederländisches Wort für eine öffentliche Versteigerung. Wenn jemand sich entschließt, sein Inventar ganz oder teilweise zu verkaufen, wird unter Mitwirkung eines Notars ein „Boeldag“ organisiert.

 

Alle Sachen und das Vieh werden in so genannte Lose aufgeteilt. Der Notar gibt in den regionalen Zeitungen eine Anzeige auf, in der Ort, Datum und Zeit der Versteigerung angekündigt werden. Außerdem steht darin auch, was genau zum Kauf angeboten wird.

 

Es gibt immer viel Zulauf. Manche Leute kommen, um etwas zu kaufen, für andere ist ein „Boeldag“ ein Ausflugsziel. Weil viele Besucher erwartet werden, werden auch Musikanten, Kirmesbuden und Kaffee- und Getränkeverkäufer angelockt. Damit die Sache nicht ausufert, steht auf vielen Ankündigungen, dass Krämer und Verkäufer nicht zugelassen werden.

 

Der Notar fungiert während der Versteigerung als Auktionator. Die Besucher geben Gebote für die Lose ab und der Höchstbietende wird der Käufer.