Die Krisenjahre 1929-1940

Im Herbst 1929 bricht die Weltwirtschaft ein. Aktienkurse rauschen in den Keller, Unternehmen gehen in Konkurs und machen dicht, das Personal wird arbeitslos. Die niederländische Regierung gibt sich keine Mühe, die Wirtschaft anzukurbeln. Die Arbeitslosenziffer in den Niederlanden steigt zwischen 1928 und 1935 von 125.000 über 160.000 (1929) und 282.000 (1931) auf 594.000 an.

 

In der Landwirtschaft zeichnet sich die weltweite Wirtschaftskrise der 30er Jahre jedoch bereits 1925 ab. Ab 1925 fallen die Preise auf dem Weltmarkt infolge von rückläufigem Konsum und Überproduktion. Dadurch erwirtschaftet der durchschnittliche Agrarbetrieb in den Niederlanden von 1926 bis 1937 Verluste. Fest angestellte Landarbeiter verdienen mehr als ihre Arbeitgeber.

 

Auch die Bauern in der Region Oldambt leiden unter der Krise, weil die Preise für ihre Erzeugnisse sinken. Zugleich fordern Landarbeiter höhere Löhne und eine bessere Entlohnung für Frauen und Jugendliche. Am 1. Mai 1929 kommt es zu einem Streik, der fünf Monate dauert.

 

Einige Bauern geraten in finanzielle Not und müssen ihr Inventar verkaufen. Dazu wird oft ein „Boeldag“, eine öffentliche Versteigerung, organisiert.