Theatervorstellung | Boeldag in Beerta

Theater in het openluchtmuseum

Theatervorstellung | Boeldag in Beerta

In den 30er Jahren herrscht eine weltweite Wirtschaftskrise. Ab 1925 fallen die Preise auf dem Weltmarkt infolge von rückläufigem Konsum und Überproduktion. Dadurch erwirtschaftet der durchschnittliche Agrarbetrieb in den Niederlanden von 1926 bis 1937 Verluste. Einige Bauern geraten in finanzielle Not und müssen ihr Inventar verkaufen. Dazu wird oft ein „Boeldag“, eine öffentliche Versteigerung, organisiert.

 

Die Vorstellung wird täglich beim Bauernhaus aus Beerta (Groningen) gespielt.

 

Die Krisenjahre 1929-1940

Im Herbst 1929 bricht die Weltwirtschaft ein. Aktienkurse rauschen in den Keller, Unternehmen gehen in Konkurs und machen dicht, das Personal wird arbeitslos. Die niederländische Regierung gibt sich keine Mühe, die Wirtschaft anzukurbeln. Die Arbeitslosenziffer in den Niederlanden steigt zwischen 1928 und 1935 von 125.000 über 160.000 (1929) und 282.000 (1931) auf 594.000 an.

 

In der Landwirtschaft zeichnet sich die weltweite Wirtschaftskrise der 30er Jahre jedoch bereits 1925 ab. Ab 1925 fallen die Preise auf dem Weltmarkt infolge von rückläufigem Konsum und Überproduktion. Dadurch erwirtschaftet der durchschnittliche Agrarbetrieb in den Niederlanden von 1926 bis 1937 Verluste. Fest angestellte Landarbeiter verdienen mehr als ihre Arbeitgeber.

 

Auch die Bauern in der Region Oldambt leiden unter der Krise, weil die Preise für ihre Erzeugnisse sinken. Zugleich fordern Landarbeiter höhere Löhne und eine bessere Entlohnung für Frauen und Jugendliche. Am 1. Mai 1929 kommt es zu einem Streik, der fünf Monate dauert.

 

Einige Bauern geraten in finanzielle Not und müssen ihr Inventar verkaufen. Dazu wird oft ein „Boeldag“, eine öffentliche Versteigerung, organisiert.

Die Arbeitsgeräte

Auf einem Versteigerungstag auf einem Bauernhof werden oft auch die landwirtschaftlichen Arbeitsgeräte verkauft. Manchmal sind sie noch fast neu, manchmal einige Jahre gebraucht und manchmal fast schon antik. Auf einem „Boeldag“ findet man die verschiedensten Sachen.

 

Die hier gezeigten Geräte hätten Teil einer derartigen Versteigerung sein können. Sie gehören zum Durchschnittsinventar eines Bauernhofs. In den Ankündigungen für Versteigerungstage um 1930 sind sie alle vertreten.

 

Weil nicht jeder weiß, welchen Zweck die einzelnen Arbeitsgeräte hatten, geben wir zu jedem Gerät eine kurze Erläuterung.

Boeldag

„Boeldag“ ist ein nordniederländisches Wort für eine öffentliche Versteigerung. Wenn jemand sich entschließt, sein Inventar ganz oder teilweise zu verkaufen, wird unter Mitwirkung eines Notars ein „Boeldag“ organisiert.

 

Alle Sachen und das Vieh werden in so genannte Lose aufgeteilt. Der Notar gibt in den regionalen Zeitungen eine Anzeige auf, in der Ort, Datum und Zeit der Versteigerung angekündigt werden. Außerdem steht darin auch, was genau zum Kauf angeboten wird.

 

Es gibt immer viel Zulauf. Manche Leute kommen, um etwas zu kaufen, für andere ist ein „Boeldag“ ein Ausflugsziel. Weil viele Besucher erwartet werden, werden auch Musikanten, Kirmesbuden und Kaffee- und Getränkeverkäufer angelockt. Damit die Sache nicht ausufert, steht auf vielen Ankündigungen, dass Krämer und Verkäufer nicht zugelassen werden.

 

Der Notar fungiert während der Versteigerung als Auktionator. Die Besucher geben Gebote für die Lose ab und der Höchstbietende wird der Käufer.

Details

Theatervorstellung | Boeldag in Beerta

Theatervorstellung | Boeldag in Beerta (öffentliche Versteigerung in Beerta)
Activiteit datum

Vom 24.3. bis 20.10 geöffnet.

Aantal personen
Nicht zutreffend
Leeftijd
Für Kinder unter 8 Jahren weniger geeignet